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Tolles Halbfinale in Berlin

Bundesliga Frauen spielen um Bronze gegen Hannover

Nach den beiden erfolgreichen Vorrundenturnieren in Heidelberg und Hamburg, in denen sich unser junges Bundesligateam den vierten Play Off Platz erkämpfen konnte, wartete am vergangenen Wochenende im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft, der Deutsche Meister, Spandau 04 Berlin auf unser Team.

Im "Best of Three " Modus waren gleich zwei Spiele in Berlin geplant. Unser Verein kam der sportlichen Bitte der Beliner nach, auf unser Heimrecht zu verzichten, damit der Berliner Trainer und gleichzeitige Kapitän der Männer Bundesligamannschaft, Marco Stamm, an den Finalspielen der Männer teilnehmen konnte.

 

"Da ich Marco gut kennen und die Berliner sehr schätze, war es für uns klar, aus sportlichen Gründen in diesem verrückten Corona Jahr, dieser Bitte nachzukommen," so unser Trainer, Frank Lerner.

 

Die Berliner revanchierten sich postwendend, indem sie sämtliche Kosten für Übernachtung und Verpflegung übernahmen. Ein tolles Miteinander – was sicherlich in diesen Zeiten nicht selbstverständlich ist.

 

Als Deutscher Meister und haushoher Favorit ging Berlin in dieses Halbfinale. Die Mannschaft um Nationalkapitänin Belen Vosseberg, gespickt mit A-Nationalspielerinnen und einer großen internationalen Erfahrung und Reife, ist z.Z. das Maß aller Dinge im deutschen Frauenwasserball.

Schon in der Vorrunde besiegten die Berliner den SV Bayer Uerdingen  leicht – und Uerdingen galt vorher ebenfalls als Titelaspirant.

 

Los ging es am Samstag, 29.05., um 18:00 h. Nach intensiver Vorbereitung und Videoauswertungen in den vergangenen zwei Wochen wähnten sich unsere Frauen gut aufgestellt.

 

Doch irgendwie sprang der Funke nicht über. Es hagelte gleich zu Beginn der Partie Bestrafungen zu Hauf von den Unparteiischen, die im Gegenzug unsere Aktionen nicht belohnten.

 

So zogen die Berlinerinnen gleich zu Beginn mit 5:1 davon.

 

Die zweite Hälfte war ausgeglichener gestaltet, änderte am Endergebnis von 18:8 allerdings nichts.

 

Unser Trainer zu dem Spiel:" Es war nicht alles schlecht. Die Mädchen hatten viel zuviel Respekt vor dem Gegner. Wir werden schauen, was morgen geht."

 

Nach dem Spiel ging es gemeinsam mit den Gastgebern – alle PCR und schnellgetestet – ins Spandauer Vereinsheim, in den Berliner Olympiapark.

In der fantastischen Anlage mit u. a. vielen Übernachtungsmöglichkeiten  für Sportler, wartete schon ein riesiges Barbecue auf die Teams.

 

Es wurde ein toller Abend, der sicherlich lange nachwirken wird.

 

Am Sonntag, 30.05., ging es um 12:30 h weiter mit dem zweiten Spiel.

 

Am Abend vorher wurde noch ausgiebig analysiert und mit der Mannschaft gesprochen – mit Erfolg.

 

Unser Trainer stellte das Team um. Jana Stüwe ging in die zentrale Verteidigung und unsere Nationalspielerin "Toni" Merkel rückte auf die linke Flügelposition.

Dies sollte sich als äußerst wirksam erweisen.

 

An diesem Tag kam Spandau nicht so richtig zum Zug. Nach dem ersten Spielviertel stand es 1:1. Allerdings hätten wir gut und gerne vier Tore mehr erzielen können.

 

Aus einem harten Press wurde immer wieder zurückgesprungen, um an der Centerposition zu helfen.

Vieles klappte viel besser als am Vortag und so hieß es am Ende nur 11:8 für Berlin.

 

So wenig Tore hatten die Spandauer seit Jahren nicht mehr geschossen.

 

Der Trainer war  diesmal einigermaßen zufrieden:" Wenn man bedenkt, dass es für 90% des Teams das erste Halbfinale war und wir mit einer durchschnittlichen U18 gespielt haben, bin ich erleichtert, dass die Mädchen gesehen haben, dass unsere Linie gut ist – wenn sie gehalten wird.

11:8 gegen Spandau ist ein sehr gutes Ergebnis – aber da hätte auch mehr draus werden können."

 

Der anwesende Nationaltrainer Frauen, Sven Schulz, war überaus glücklich, eine derartige Entwicklung der Bochumer Jungnationalspielerinnen zu erkennen.

"Kompakte, taktisch und individuell sehr gute Leistung der Bochumer – gegen eine superstarke Spandauer Mannschaft. Hier wächst richtig was zusammen."

 

Mit guter Laune ging es noch kurz zum Fototermin vor das Brandenburger Tor und dann ab nach Hause.

 

Ein, trotz zwei Niederlagen, tolles, lehrreiches Wochenende.

 

Jetzt geht es am 12.06 und 19.06. weiter im Spiel um die Bronzemedaille.

Gegner ist hier WaSpo Hannover.

 

Zeit und Örtlichkeit werden wir noch bekannt geben.

 

Liebe Grüße, Euer Mädchenteam